KI in Klinik & Versorgung · Bestandsaufnahme

Wie weit ist KI in deutschen Krankenhäusern tatsächlich?

Eine Bestandsaufnahme zwischen ersten Anwendungen, realem klinischem Einsatz und der Frage, was wir überhaupt als „KI im Einsatz“ zählen.
Von: Dagmar Rostek Stand: 13. September 2026 Quellenstand: 13. September 2026 Lesezeit: ca. 11 Minuten
Ausgangspunkt

17 Prozent hier, 16 Prozent dort – wie viel KI ist das?

Im TI-Atlas 2026 berichten Krankenhäuser, KI-Tools unter anderem für die Bild- und Befundanalyse (17 %) sowie für die Erstellung oder Zusammenfassung von Arzt- und Entlassbriefen (16 %) zu nutzen. An der Befragung im Mai 2026 nahmen 321 Krankenhäuser teil. Die Auswertungen für Krankenhäuser werden laut gematik gewichtet (gematik GmbH, 2026).

Das klingt zunächst nach einer recht einfachen Bestandsaufnahme: KI ist vorhanden, allerdings noch nicht überall.

Bei näherem Lesen wird die Lage weniger eindeutig. Auf derselben öffentlich zugänglichen TI-Atlas-Seite heißt es an einer Stelle, etwa die Hälfte der befragten Einrichtungen nutze bereits erste KI-Anwendungen. Wenig später ist von „bis zu einem Viertel“ die Rede; zugleich gebe etwa die Hälfte an, bisher keine KI zu nutzen (gematik GmbH, 2026). Ohne die zugrunde liegenden Item-Tabellen und exakten Frageformulierungen lässt sich aus der veröffentlichten Zusammenfassung nicht zuverlässig rekonstruieren, wie diese Aussagen zueinander stehen.

Die erste Schwierigkeit liegt damit schon in der Messung: Was genau meinen wir, wenn wir sagen, ein Krankenhaus „setzt KI ein“?

Eine radiologische Anwendung, die täglich in einem definierten Befundungsprozess läuft, ein Schreibassistent auf einer einzelnen Station, ein Forschungsprototyp und eine interne LLM-Plattform für freiwillige Nutzung können alle unter „KI im Einsatz“ fallen. Für eine Geschäftsführung beschreiben sie sehr unterschiedliche Zustände.

Was sich belegen lässt

Einige belastbare Punkte

Evidenz
KI-Anwendungen werden in deutschen Krankenhäusern für konkrete Aufgaben gemeldet.
Quelle: gematik GmbH (2026)
Datengrundlage: 321 teilnehmende Krankenhäuser im TI-Atlas 2026.
Aussagegrenze:
Die veröffentlichte Zusammenfassung trennt bei den genannten Anteilen nicht eindeutig zwischen Pilotierung, punktuellem produktivem Einsatz und dauerhaftem Routinebetrieb.
Evidenz
Der digitale Reifegrad deutscher Krankenhäuser ist seit 2021 gestiegen und weiterhin sehr unterschiedlich verteilt.
Quelle: Amelung et al. (2025)
Datengrundlage: 1.592 Krankenhäuser, DigitalRadar-Erhebung 2024.
Aussagegrenze:
Der DigitalRadar misst Digitalisierung. Ein Score von 42,4 von 100 ist kein KI-Reifegrad und belegt keinen kausalen Zusammenhang zwischen digitaler Reife und KI-Nutzung.
Evidenz
Eine klinisch integrierte KI-Schreibassistenz kann unter realen Bedingungen Effizienzgewinne zeigen.
Quelle: Heilmeyer et al. (2026)
Datengrundlage: 27 Ärztinnen und Ärzte, 15.615 Entlassbriefe, nicht randomisierte kontrollierte Studie in einer universitären Augenklinik.
Aussagegrenze:
Die Teilnehmenden wählten die Nutzung selbst. Die Ergebnisse stammen aus einer Fachdisziplin und einem Standort; die Autoren warnen selbst vor einer Verallgemeinerung auf uneingeschränkte Routinefähigkeit von LLMs.
Evidenz
Eine implementierte KI-Anwendung führt nicht automatisch zu Zeitersparnis oder geringerer Arbeitsbelastung.
Quelle: Wenderott et al. (2024)
Datengrundlage: prospektive Vorher-Nachher-Studie mit 91 beobachteten Prostata-MRT-Befundungen am Universitätsklinikum Bonn.
Aussagegrenze:
Ein einzelner radiologischer Workflow erlaubt keine Aussage darüber, ob KI in anderen Prozessen Zeit spart oder Belastung reduziert.
Drei Beispiele

„Im Einsatz“ kann sehr Verschiedenes bedeuten

In Freiburg wurde zunächst geprüft, ob ein lokal betriebenes, deutschsprachiges Sprachmodell überhaupt brauchbare klinische Dokumentation erzeugen kann. Zwei menschliche Rater bewerteten 95 von 102 erzeugten Berichten – 93,1 % – übereinstimmend als direkt verwendbar oder nur geringfügig änderungsbedürftig (Heilmeyer et al., 2024). Diese Zahl beschreibt die praktische Verwendbarkeit in einem eng definierten Dokumentationssetting. Sie ist keine allgemeine Quote für medizinische Richtigkeit von LLM-Ausgaben.

Die spätere Freiburger Real-World-Studie ging einen Schritt weiter. Der Assistent war in den elektronischen Dokumentationsprozess eingebettet und schlug Textfortsetzungen auf Basis der vorhandenen Patientenakte vor. Über zwölf Monate wurden 15.615 Dokumente von 27 Ärztinnen und Ärzten ausgewertet. Die Dokumentationseffizienz verbesserte sich in der Gruppe der KI-Nutzenden stärker; der Interaktionseffekt zwischen Gruppe und Exposition war statistisch signifikant (p = 0,045). Bei der Zahl der Überarbeitungen durch vorgesetzte Ärztinnen und Ärzte zeigte sich dagegen kein statistisch signifikanter Interaktionseffekt (Heilmeyer et al., 2026).

In Bonn ergab sich ein anderes Bild. Nach Einführung eines KI-gestützten Computer-Aided-Detection-Systems für Prostata-MRT stieg die mittlere gesamte Durchlaufzeit von 16,99 auf 18,77 Minuten; dieser Unterschied war statistisch nicht signifikant. Bei Fällen mit hohem Verdacht stieg die diagnostische Lesezeit signifikant von 15,73 auf 23,07 Minuten. Veränderungen der selbst berichteten Arbeitsbelastung oder des Stresses wurden nicht gefunden (Wenderott et al., 2024).

An der Universitätsmedizin Magdeburg wurde wiederum keine einzelne klinische Spezialanwendung untersucht, sondern eine selbst gehostete LLM-Plattform für unterschiedliche Berufsgruppen. 322 Personen hatten sich registriert; 91 vollständige Antworten gingen in die Auswertung der freiwilligen Nutzerbefragung ein. 40 dieser 91 Befragten berichteten eine wöchentliche Zeitersparnis von mindestens 30 Minuten. Die Autoren weisen auf Selbstselektion, Selbstauskunft und den spezifischen lokalen Kontext hin (Grünig et al., 2026).

Diese Beispiele lassen sich nicht sinnvoll zu einer gemeinsamen „Wirksamkeitszahl“ verrechnen. Sie untersuchen verschiedene Technologien, Aufgaben, Outcomes und Implementierungsformen. Genau deshalb sind sie für eine Bestandsaufnahme hilfreich: Sie zeigen, wie breit die Kategorie „KI im Krankenhaus“ geworden ist.

Kontext

KI trifft auf Krankenhäuser, deren Digitalisierung selbst sehr unterschiedliche Reifegrade hat

Der DigitalRadar liefert dazu Kontext. In der zweiten nationalen Erhebung 2024 nahmen 1.592 Krankenhäuser teil. Der durchschnittliche Score stieg von 33,3 Punkten im Jahr 2021 auf 42,4 von maximal 100 Punkten. Größere Häuser, Lehrkrankenhäuser und Universitätsstandorte erreichten im Mittel höhere Werte; zugleich blieben die Unterschiede innerhalb der Dimensionen groß (Amelung et al., 2025).

Auch die Einführung der elektronischen Patientenakte zeigt, wie unterschiedlich technische Inbetriebnahme und organisationsweite Nutzung sein können. In einer repräsentativen DKI-Blitzumfrage unter 489 Krankenhäusern hatten Ende Februar 2026 rund 90 % mit der technischen Inbetriebnahme der ePA im führenden Krankenhausinformationssystem begonnen. 57 % gingen zu diesem Zeitpunkt davon aus, die ePA noch im ersten Halbjahr 2026 im gesamten Krankenhaus nutzen zu können (Deutsches Krankenhausinstitut, 2026).

Daraus lässt sich kein Beweis ableiten, dass ePA-Umsetzung oder ein niedrigerer DigitalRadar-Score KI-Einführung verhindern. Diese Daten beschreiben den organisatorischen und technischen Kontext, in dem KI eingeführt wird. Eine Kausalbehauptung wäre mit den vorliegenden Quellen nicht gedeckt.

Mögliche Interpretationen

Dieselben Befunde erlauben mehrere Lesarten

Die folgenden drei Abschnitte sind Interpretationen der vorliegenden Befunde. Sie sind keine zusätzlichen empirischen Ergebnisse.

Mögliche Lesart
KI hat die Schwelle vom Labor in den klinischen Betrieb überschritten.
Dafür sprechen gemeldete Anwendungen im TI-Atlas und Studien, die KI direkt in reale Arbeitsprozesse integrieren. Wer „angekommen“ als „es gibt produktive reale Nutzung“ versteht, findet dafür Belege.
Mögliche Lesart
Von breiter Routine kann die vorhandene Evidenz noch nicht erzählen.
Die verfügbaren Erhebungen beantworten kaum, wie viele Anwendungen dauerhaft, organisationsweit und mit fortlaufender Qualitätskontrolle betrieben werden. Einzelne erfolgreiche Implementierungen sagen wenig über die Verbreitung im Gesamtsystem.
Mögliche Lesart
Am ehesten sehen wir parallele Reifegrade.
Hochspezialisierte Routineanwendungen, lokale Piloten, organisationsweite LLM-Angebote und Forschung existieren gleichzeitig. Der Durchschnitt verdeckt diese Unterschiede. Häuser, Fachbereiche und Use Cases können sich in völlig verschiedenen Phasen befinden.
Eigenes Arbeitsraster

Vier Zustände, die ich in der weiteren Recherche auseinanderhalten werde

Dieses Raster ist meine analytische Arbeitshilfe. Es ist kein validiertes wissenschaftliches Reifegradmodell.

1 · Forschung / Konzept Entwicklung oder Evaluation ohne reguläre Verantwortung für einen Arbeitsprozess.
2 · Pilot / Erprobung Begrenzter Test unter realen Bedingungen, ausgewählten Nutzenden oder in einem definierten Bereich.
3 · Produktiver Einsatz Nutzung für reale Aufgaben oder Fälle als Teil eines Arbeitsprozesses.
4 · Routine / Skalierung Dauerhafte organisatorische Verankerung mit geklärten Verantwortlichkeiten, Integration und fortlaufender Beobachtung.
Systemische Perspektive

Eine Technologie wird im Krankenhaus Teil eines bestehenden Systems

Die Implementierungsforschung bietet dafür etablierte Perspektiven. Das NASSS-Framework betrachtet unter anderem Technologie, Wertversprechen, Anwenderinnen und Anwender, Organisation, weiteren institutionellen Kontext sowie die gegenseitige Anpassung dieser Bereiche über die Zeit (Greenhalgh et al., 2017). Das aktualisierte CFIR ordnet Implementierungsbedingungen ebenfalls auf mehreren Ebenen und richtet den Blick auf Innovation, inneren und äußeren Kontext, beteiligte Personen und Implementierungsprozess (Damschroder et al., 2022).

Diese Frameworks belegen nicht, warum eine konkrete deutsche Klinik eine KI-Anwendung einführt oder verwirft. Sie liefern eine theoretisch und empirisch entwickelte Begründung dafür, Implementierung als Kontextproblem zu untersuchen und technische Leistung nicht mit organisationaler Verankerung gleichzusetzen.

TechnologieLeistung, Fehlerarten, Bedienbarkeit, Integrationsfähigkeit.
Daten & ITVerfügbarkeit, Qualität, Schnittstellen, Zugriffsrechte, Betrieb.
ArbeitsprozessWo greift die KI ein? Welche neue Kontroll- oder Ausnahmebearbeitung entsteht?
Menschen & RollenWer nutzt, prüft, korrigiert und trägt Verantwortung?
OrganisationBeschaffung, Finanzierung, Prioritäten, Kompetenzen, Veränderungsfähigkeit.
Governance & KontextRegulatorische Anforderungen, Informationssicherheit, professionelle Normen und externe Abhängigkeiten.
Grenzen der Aussage

Was ich nach dieser Bestandsaufnahme noch nicht weiß

Wie viele deutsche Krankenhäuser betreiben mindestens eine KI-Anwendung dauerhaft im Routineprozess?
Wie viele der im TI-Atlas gemeldeten Anwendungen sind Pilot, produktiver Einsatz oder organisationsweit etablierte Routine?
Wie häufig werden Leistungsfähigkeit, Fehlerarten, Bias oder unerwünschte Effekte nach der Einführung systematisch weiter beobachtet?
Wie verteilen sich Anwendungen auf klinische, administrative und wissensbezogene Aufgaben, wenn dieselben Definitionen verwendet werden?
Welche Voraussetzungen erklären Unterschiede zwischen Häusern? Die vorliegenden Daten erlauben dazu bislang keine belastbare Kausalaussage.
Eigene Synthese

„Wie viel KI?“ ist wahrscheinlich zu grob gefragt

Aus der Zusammenschau ergibt sich für mich derzeit ein Bild paralleler Reifegrade. Es gibt reale, wissenschaftlich untersuchte Implementierungen. Es gibt breitere Angebote wie lokale LLM-Plattformen. Es gibt zahlreiche gemeldete Einsatzfelder. Gleichzeitig fehlt eine Datengrundlage, mit der sich für Deutschland zuverlässig beziffern ließe, wie viel davon bereits dauerhaft in Routineprozessen verankert ist.

Deshalb werde ich in den folgenden Artikeln stärker danach unterscheiden, welche Anwendung betrachtet wird, in welchem Reifegrad sie sich befindet, welcher Outcome gemessen wurde und unter welchen Bedingungen das Ergebnis entstanden ist.

Auf einen Blick

Die Argumentation als Grafik

Infografik zur Frage, wie weit KI in deutschen Krankenhäusern tatsächlich ist. Sie zeigt ausgewählte Befunde, drei plausible Interpretationen, systemische Einflussfaktoren und offene Fragen.
Abbildung: Wie weit ist KI in deutschen Krankenhäusern tatsächlich? · Dagmar Rostek · rostek-dagmar.de
Datengrundlage: gematik GmbH (2026), Amelung et al. (2025), Heilmeyer et al. (2026), Wenderott et al. (2024). Vollständige Literaturangaben unten.
Für Führung
Vielleicht hilft einer Geschäftsführung eine andere Bestandsaufnahme: Welche KI-Anwendungen laufen bei uns – mit welchem Reifegrad, welcher Evidenz und welcher Verantwortungsstruktur?

Dafür müsste eine Einrichtung zumindest wissen, welche Anwendungen tatsächlich genutzt werden, in welchen Prozessen sie eingreifen, welches Ergebnis sie verbessern sollen, wie ihre Leistung geprüft wird und wer für Abweichungen, Änderungen und Betrieb verantwortlich ist.

Wo wir damit stehen

KI ist in deutschen Krankenhäusern real. Wie tief sie organisatorisch angekommen ist, lässt sich aus den verfügbaren Daten deutlich schlechter beantworten.

Für einzelne Anwendungen gibt es inzwischen Real-World-Evidenz aus deutschen Kliniken. Gleichzeitig erzählen diese Studien sehr unterschiedliche Geschichten: Effizienz kann steigen, erwartete Zeitersparnis kann ausbleiben, und ein System kann technisch verfügbar sein, ohne damit bereits organisationsweit verankert zu sein.

Für die nächste Stufe der Bestandsaufnahme interessiert mich deshalb weniger ein einziger Adoptionswert. Interessanter wird die Frage, welche Bedingungen dazu beitragen, dass aus einer erprobten Anwendung ein dauerhaft tragfähiger Teil der Versorgung wird.

Methodische Notiz
Dieser Beitrag basiert auf dem zum 13. September 2026 verfügbaren Material. Empirische Befunde, Interpretationen und eigene Synthesen werden getrennt ausgewiesen.

Quellen mit unterschiedlichen Populationen, Definitionen, Settings oder Messverfahren werden nicht zu einem gemeinsamen Adoptionswert verrechnet. Institutionelle Erhebungen werden für die Daten verwendet, die sie selbst erhoben haben; Aussagen zur klinischen oder organisatorischen Wirkung stützen sich, soweit verfügbar, auf Originalstudien.

Das im Beitrag verwendete Vier-Stufen-Raster „Forschung/Konzept – Pilot/Erprobung – produktiver Einsatz – Routine/Skalierung“ ist eine eigene analytische Arbeitshilfe und kein validiertes Reifegradmodell.
Quellen

Literatur

Amelung, V., Angelkorte, M., Augurzky, B., Brauer, R., Elegbusi, S., Engel, M., Fritzsche, F., Geissler, A., Haering, A., Haring, M., Hasse, F., Hollenbach, J., Hussein, A., Materne, K., O'Connor, R., Peukert, J., Püschner, F., Rohwer, S., Snowdon, A., … Wright, A. (2025). Zwischenbericht: Ergebnisse der zweiten nationalen Reifegradmessung deutscher Krankenhäuser 2024. Bundesministerium für Gesundheit. Originalbericht
Damschroder, L. J., Reardon, C. M., Widerquist, M. A. O., & Lowery, J. (2022). The updated Consolidated Framework for Implementation Research based on user feedback. Implementation Science, 17, 75. https://doi.org/10.1186/s13012-022-01245-0
Deutsches Krankenhausinstitut. (2026). DKI Blitzumfrage: Umsetzung der elektronischen Patientenakte im Krankenhaus. Originalquelle
gematik GmbH. (2026). TI-Atlas 2026: Digitalisierung im Gesundheitswesen. Originalquelle
Greenhalgh, T., Wherton, J., Papoutsi, C., Lynch, J., Hughes, G., A'Court, C., Hinder, S., Fahy, N., Procter, R., & Shaw, S. (2017). Beyond adoption: A new framework for theorizing and evaluating nonadoption, abandonment, and challenges to the scale-up, spread, and sustainability of health and care technologies. Journal of Medical Internet Research, 19(11), e367. https://doi.org/10.2196/jmir.8775
Grünig, A., Kriebel, J., Varghese, J., Herrmann, T., Sandmann, S., & Bruns, C. (2026). Implementation and user evaluation of an on-premise large language model in a German university hospital setting: Cross-sectional survey. JMIR AI, 5, e84362. https://doi.org/10.2196/84362
Heilmeyer, F., Böhringer, D., Reinhard, T., Arens, S., Lyssenko, L., & Haverkamp, C. (2024). Viability of open large language models for clinical documentation in German health care: Real-world model evaluation study. JMIR Medical Informatics, 12, e59617. https://doi.org/10.2196/59617
Heilmeyer, F. A., Lyssenko, L., Reinhard, T., Haverkamp, C., & Böhringer, D. (2026). Implementation outcomes of AI documentation support in routine clinical practice: A non-randomized controlled trial. PLOS Digital Health, 5(7), e0001461. https://doi.org/10.1371/journal.pdig.0001461
Wenderott, K., Krups, J., Luetkens, J. A., Gambashidze, N., & Weigl, M. (2024). Prospective effects of an artificial intelligence-based computer-aided detection system for prostate imaging on routine workflow and radiologists’ outcomes. European Journal of Radiology, 170, 111252. https://doi.org/10.1016/j.ejrad.2023.111252
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